SCHÄDEN ABSICHERN

Wohngebäudeversicherung: Must Have für Hausbesitzer

Eine Wohngebäudeversicherung ist für jeden Hauseigentümer ein Muss.

Aktualisiert am 09.10.2022 –

Bei Unwetter ist es schnell passiert: Sturm fegt Ziegel vom Dach oder Fenster gehen durch herumfliegende Äste zu Bruch. Eine Wohngebäudeversicherung schützt vor den finanziellen Folgen von Sachschäden an dem Gebäude oder wenn das eigene Haus ganz verstört werden sollte. Doch die Beitrags- und Leistungsunterschiede zwischen den Anbietern von Wohngebäudeversicherungen sind extrem. Deshalb ist eine Beratung vor Vertragsabschluss so wichtig.

Anders als bei der Kfz-Haftpflicht sind Eigentümer eines Hauses oder einer Wohnung nicht verpflichtet, eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung abzuschließen. Dennoch ist diese Ver­si­che­rung empfehlenswert. Denn eine Immobilie ist eine große Investition, die durch verschiedene Gefahren gefährdet werden kann. Im schlimmsten Fall kann ein großer Schaden deinen finanziellen Ruin bedeuten. 

In der Grunddeckung bietet die Wohngebäudeversicherung Schutz gegen die Gefahren Feuer, Leitungswasser und Naturgefahren (zum Beispiel Sturm und Hagel).

Der Feuerversicherungsschutz deckt unter anderem Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion und Folgeschäden durch Rauch, Ruß und Löschen ab. Wichtig: Ein Rauchmelder ist im Haus Pflicht. Gemäß der Bauverordnungen der meisten Bundesländer müssen Rauchmelder in Schlaf- und Kinderzimmern sowie Fluren angebracht werden. Fehlen die Rauchmelder, kannst du im Ver­si­che­rungsfall auf einem Teil der Kosten sitzenbleiben.

Bei Leitungswasserschäden muss der Schaden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser entstanden sein. Diese etwas sperrige Formulierung meint Rohre, Schläuche und ans Leitungswasser angeschlossene Systeme. Zum Beispiel:

  • Schläuche zu Wasch- und Geschirrspülmaschinen
  • Heizungs- oder Klimaanlagen
  • Sprinkleranlagen

Versichert sind auch Rohrbrüche durch Frost innerhalb und außerhalb von Gebäuden sowie Frostschäden an Installationen wie dem Waschbecken, Spülklos, Armaturen und Heizkörper.

Unter die versicherte Sturmgefahr fallen Schäden, die ab Windstärke 8 verursacht werden. Bei Hagelschäden zahlt der Versicherer übrigens unabhängig von der Windstärke.

Photovoltaik-, Solarthermie-, Geothermie- und Wärmepumpenanlagen: Auch für alternative Energiequellen gibt es spezielle Policen. Die Photovoltaikanlage kann entweder über die Gebäudeversicherung oder über eine eigenständige Police geschützt werden. Wird darüber Strom ins öffentliche Netz eingespeist, ist außerdem eine Absicherung des Ertragsausfalls sinnvoll.

Unser Tipp: Wohngebäudeversicherung individuell anpassen

Vor dem Vertragsabschluss sollte man sich gut beraten lassen, um die passende Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Denn je nach Immobilie ist es sinnvoll, dass der Versicherungsschutz um zusätzliche Gefahren erweitert wird. Das geht unkompliziert und kostenlos bei einem unserer Experten.

 

Übrigens: Nicht versichert sind Schäden durch Niederschläge, wenn Sie Fenster und Türen des Gebäudes offen gelassen haben. Von vielen Gebäudeversicherungen werden außerdem Schäden durch Starkregen, Grund- oder Hochwasser nicht bezahlt. Hierfür gibt es ergänzende Policen, die sogenannten Elementarschadenversicherungen. Empfehlenswert ist eine ergänzende Police, die Schäden durch Starkregenfälle abdeckt.

Tipp, für alle, die noch vorhaben, ein Haus zu bauen: Wir empfehlen Hausbauern, eine günstige Feu­er­roh­bau­ver­si­che­rung schon mit Baubeginn abzuschließen, die sich automatisch in eine Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung umwandelt, sobald der Bau fertig ist.

Der Ablauf bei Vers-Kompass

1. Kostenloses Erstgespräch

Du vereinbarst mit uns online einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch, in dem wir uns näher kennen lernen.

2. Aufarbeitung deiner Situation

Gemeinsam arbeiten wir deine Gesundheitshistorie, sowie berufliche Situation auf, um den bestmöglichen Versicherungsschutz für dich zu finden.

3. Ausgestaltung deiner Wohngebäudeversicherung

Am Ende gestalten wir deine Wohngebäudeversicherung aus und du bekommst eine Übersicht der besten Anbieter inklusive unserer persönlichen Empfehlung.

FAQ – Alles Wichtige zur Wohngebäudeversicherung

Sicherlich hast du noch offene Fragen dazu, wie eine Wohngebäudeversicherung überhaupt funktioniert. Hier haben wir die häufigsten Fragen und Antworten für dich zusammengefasst.

Versichert ist das im Versicherungsschein bezeichnete Gebäude mit den Gebäudebestandteilen und dem Gebäudezubehör einschließlich unmittelbar an das Gebäude anschließender Terrassen. Wichtig: Das Wohngebäude muss überwiegend zu Wohnzwecken genutzt werden. Als Gebäudebestandteile zählen auch Einbaumöbel und fest verlegte Fußböden, die individuell für das Gebäude und seine Räume geplant und gefertigt sind.

Als Gebäudezubehör gelten zum Beispiel Brennstoffvorräte, Dachziegel, Ersatzfliesen, Fassadenfarbe und Müllboxen, Klingel- und Briefkastenanlagen auf dem versicherten Grundstück sowie außen am Gebäude angebrachte Dinge wie Markisen und Antennen.

Weitere Grundstücksbestandteile wie z.B. Carports, Gewächs- und Gartenhäuser, Zäune, Wege- und Gartenbeleuchtungen können individuell und gegen einen höheren Beitrag mitversichert werden.

Wie bei jeder Versicherung solltest du darauf achten, dass die Versicherungssumme hoch genug ist. Immerhin musst du im worst case von der Entschädigung bei einem Totalverlust ein neues, im besten Fall gleichwertiges, Gebäude wiederaufbauen können. 

Die einfachste Methode für die Berechnung der Versicherungssumme basiert auf der angegebenen Wohnfläche in Quadratmetern. Dennoch gut zu wissen: Eine klassische Versicherungssumme gibt es in der Regel nicht mehr. Es gibt entweder eine “unbegrenzte Deckung" oder eine mehr als ausreichend bemessene Höchstentschädigung.

Wenn die vereinbarte Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wert des Gebäudes, besteht eine Unterversicherung. Kommt es in einem solchen Fall zum Schaden, ersetzt die Versicherung entsprechend nur einen Teil davon.

Zum Beispiel: Es ist eine Versicherungssumme von 500.000 Euro vereinbart. Der tatsächliche Wert des gesamten Hauses ist aber doppelt so hoch, nämlich 1 Mio Euro. Dadurch bist du unterversichert: Der Versicherer steht bei einem Schaden nicht für die volle Summe ein. Ist in diesem Beispiel nach einem Brand ein Schaden von 100.000 Euro eingetreten, so zahlt die Versicherung nur 50.000 Euro, da das Haus zur Hälfte unterversichert war. Deswegen unbedingt die richtigen Angaben hinterlegen! Um sicherzugehen, dass alles korrekt ist, solltest du dich vor Vertragsabschluss unbedingt von einem Experten beraten lassen. Das geht natürlich auch bei uns – kostenlos und unverbindlich.

Wird das versicherte Gebäude verkauft, geht auch das Versicherungsverhältnis mit allen Rechten und Pflichten auf den Käufer über. Der Käufer darf das Versicherungsverhältnis natürlich kündigen. Doch die Kündigung kann nur mit sofortiger Wirkung oder zum Ende der laufenden Versicherungsperiode (nächste Hauptfälligkeit der Prämie) erfolgen. 

Achtung: Das Kündigungsrecht erlischt, wenn es nicht innerhalb eines Monats nach dem Erwerb (Eintrag im Grundbuch) genutzt wird.

Gleichzeitig sollten Käufer von einer Immobilie natürlich genau prüfen, welche Wohngebäudeversicherung auf das zu kaufende Gebäude abgeschlossen wurde und ob sie diesen Vertrag übernehmen möchten.

Die Wohngebäudeversicherung kommt für Kosten auf, die durch Schäden am Gebäude selbst entstehen. Das umfasst auch Schäden an Nebengebäuden und an fest mit dem Gebäude verbundenen Objekten. Eine Hausratversicherung deckt hingegen das Inventar ab. Über die Hausratversicherung ist der komplette Hausrat von Möbeln über Kleidung bis hin zu elektronischen Geräten abgesichert, nicht aber das Gebäude selbst. 

Es gibt auch die Möglichkeit, eine Kombination aus Hausrat- und Wohngebäudeversicherung abzuschließen. Lass dich am besten beraten, ob dies in deinem persönlichen Fall sinnvoll wäre.

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