ALTERSVORSORGE

Riester-Rente: Vermögensaufbau mit staatlicher Hilfe

Wie die Riester-Rente funktioniert und warum sie sich lohnt.

Aktualisiert am 06.08.2022 –

Die gesetzliche Rente allein reicht in Zukunft nicht mehr aus – das ist kein Geheimnis. Es ist also extrem wichtig, die Altersvorsorge selbst in die Hand zu nehmen und seine Rentenlücke bestmöglich zu schließen. Eine Möglichkeit ist die Riester-Rente. Ihr entscheidender Vorteil: Diese private Rente wird staatlich gefördert.

Jeder hat irgendwie schon einmal davon gehört – aber was steckt eigentlich genau hinter der Riester-Rente?

Sie wurde 2002 im Zuge der Reform der gesetzlichen Rentenversicherung eingeführt. Damit die Rentenversicherung auch noch für jüngere Generationen bezahlbar ist, beschloss die damalige Regierung das Rentenniveau zu senken.

Soweit so gut. Aber das Manko daran:

Arbeitnehmer müssen die dadurch entstandene Versorgungslücke mit einer privaten oder betrieblichen Altersvorsorge ausgleichen. Um Verbraucher dazu zu motivieren, so eine Vorsorge abzuschließen, unterstützt der Staat mit der Riester-Rente.

Und zwar auf zwei Arten: Mit Zulagen und durch Steuervorteile. Und das mit Erfolg, denn Ende 2021 gab es in Deutschland rund 16 Millionen laufende Riester-Verträge.

Definition Riester-Rente

Die Riester-Rente ist eine Art der privaten Altersvorsorge, die mit staatlichen Zulagen und Steuerermäßigungen gefördert wird. Im Rentenalter bekommt man garantiert die gesamten Spareinlagen plus Zulagen als Rente ausgezahlt.

Vereinfacht gesagt kann jeder Arbeitnehmer, der in die gesetzliche Rentenkasse einzahlt, einen Riester-Vertrag abschließen. Auch Selbstständige, Arbeitssuchende, Arbeitslose und Studenten.

Riester-Rente für Studenten

Studenten können eine Riester-Förderung nur dann erhalten, wenn sie einen sozialversicherungspflichtigen Job haben. Ein Tag im Jahr mit sozialversicherungspflichtiger Arbeit reicht allerdings bereits, um auch als Student Anrecht auf die staatlichen Zulagen zu erhalten. So lohnt sich der Minijob oder der sozialversicherungspflichtigen Ferienjob gleich noch mehr!

Welche Arten der Förderung gibt es?

Es gibt drei verschiedene Arten der Zulagen durch den Staat:

  1. Grundzulage: Jeder Versicherte erhält jährlich eine Zulage von 175 Euro.
  2. Berufseinsteigerbonus: Jung sein lohnt sich auch beim Riester-Sparen: Denn wenn du beim Abschluss deines Riester-Vertrags noch keine 25 Jahre alt bist, erhältst du einmalig einen Bonus von 200 Euro.
  3. Kinderzulage: Je nachdem, wann dein Nachwuchs geboren ist, liegt der Bonus bei 185 bzw. 300 Euro pro Jahr (für jedes Kind, das nach 2018 geboren wurde). Die einzige Voraussetzung: Du erhältst Kindergeld. Die Zulagen werden direkt auf den Riester-Vertrag überwiesen.
  4. Steuerersparnis: Die Riester-Rente kann außerdem Vorteile bei der Einkommensteuer bringen, denn die eingezahlten Beiträge und die staatlichen Zulagen können als Sonderausgaben bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden. Dazu muss bei der Einkommensteuererklärung die Anlage AV ausgefüllt werden.

Kompass-Tipp:

Es gibt neben der klassischen Riester-Rente noch weitere Arten der privaten Rentenversicherung. Darunter zum Beispiel die Fondsgebundene Riester-Rente oder das Wohn-Riester. Einige Riester-Verträge sind flexibler oder bieten bessere Renditechancen als andere. Unsere Experten beraten dich und helfen dir dabei, die richtige Anlageform für deine Lebenssituation zu finden. Ohne Beratung ist es nur schwer, bei der Riester-Rente das beste Angebot zu finden.

Der Ablauf bei Vers-Kompass

1. Kostenloses Erstgespräch

Du vereinbarst mit uns online einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch, in dem wir uns näher kennen lernen.

2. Aufarbeitung deiner Situation

Gemeinsam arbeiten wir deine persönliche Situation auf, um das bestmögliche Angebot für dich zu finden.

3. Ausgestaltung deiner Riester-Rente

Am Ende gestalten wir deine Riester-Rente aus und du bekommst eine Übersicht der besten Anbieter inklusive unserer persönlichen Empfehlung.

Riester-Rente FAQ:

Wir beantworten die häufigsten Fragen zum Thema Riester-Rente. Du brauchst noch mehr Infos? Kein Problem! Unsere Experten bei der Kompass-Gruppe beraten dich gerne – persönlich und kostenlos.

Kurz gesagt: Eigentlich für fast jeden. Wichtig dabei ist es, die volle Förderung vom Staat mitzunehmen. Wer die staatliche Zulage ausschöpft hat die höchste Förderquote, also der Anteil der staatlichen Förderung am Eigenbeitrag. Und je höher die Förderquote, desto höher ist die Rendite.

Aber Achtung: Je nach Lebenssituation ergeben sich verschiedene Szenarien. Daher ist es wichtig, sich von einem Experten zur Riester-Rente beraten zu lassen.

Da Familien mit Kindern durch die Kinderzulagen zusätzlich unterstützt werden, lohnt sich diese private Altersvorsorge jedoch vor allem für Familien. Aber auch Gutverdiener können sich durch die Steuervorteile eine weitere Förderung des Staates sichern, denn ihre Steuerlast sinkt. Geringverdiener profitieren davon, dass sie die Zulagen schon mit einem geringen eigenen Beitrag erhalten können. 

Übrigens: Wer für ein Eigenheim spart oder einen Immobilienkredit abbezahlt, kann die Zulage nutzen, um den eigenen finanziellen Aufwand zu senken.

Den vollen Zuschuss erhält man, wenn man mindestens vier Prozent des Vorjahresbruttoeinkommens abzüglich der Zulagen einbezahlt. Wenn man eine Gehaltserhöhung erhält oder den Job wechselt, sollte man also die Beiträge nochmal überprüfen lassen. Die Mindesthöhe für Einzahlungen liegt – unabhängig vom staatlichen Zuschuss – bei 60 Euro im Jahr.

In den letzten Jahren geriet die Riester-Rente immer wieder in die Kritik. Denn wie fast alles, hat die Riester-Rente Vor- und Nachteile. In der Kritik stehen vor allem die hohen Gebühren, die manche Versicherungsgesellschaften verlangen. Aus Sicht der Verbraucherzentrale ist die Riester-Rente aber immer noch eine gute Möglichkeit, privat fürs Alter vorzusorgen. Damit möglichst viel für dich übrig bleibt, ist es sehr wichtig, den richtigen Tarif zu finden. Und genau dabei helfen wir von der Kompass-Gruppe dir dabei – kostenlos und unverbindlich.

Riester lohnt sich auch, wenn du arbeitslos wirst und Arbeitslosengeld I oder Arbeitslosengeld II („Hartz IV“) beziehst. Denn wenn du vor der Arbeitslosigkeit rentenversicherungspflichtig warst, bist du auch riester-berechtigt.

Und: Im Gegensatz zu anderen privaten Formen der Vorsorge unterliegt der Riester-Vertrag normalerweise dem Pfändungsschutz. Das heißt, dass dein Erspartes inklusive der Zulagen sicher ist, solange du die Riester-Rente nicht kündigst.

Es ist eigentlich ziemlich simpel: Du erhältst eine lebenslange Rente, sobald du rentenberechtigt bist. Die Rentenzahlungen musst Du versteuern – aber nur nach dem dann geltenden (und meistens viel niedrigeren) Steuersatz. Zu Beginn der Rentenzahlungen bekommst du mindestens deine Einzahlungen und die erhaltenen Zulagen ausgezahlt. Das ist gesetzlich festgeschrieben und nennt sich Beitragsgarantie. Wenn du möchtest, kannst du dir  bis zu 30 Prozent der Riester-Rente auch als Einmalbetrag auszahlen lassen. Dadurch kannst Du dir einen großen Teil deines Geldes gleich zu Beginn sichern. Denn die Anbieter rechnen meistens mit einer sehr hohen Lebenserwartung, weswegen die monatlichen Beträge bei der Auszahlung als Rente niedrig ausfallen.

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