KRANKENVERSICHERUNGEN

Private Krankenversicherung

Für wen sich die private Krankenversicherung wirklich lohnt.

Aktualisiert am 27.07.2022 –

Schnellere Termine beim Spezialisten, bessere Behandlung im Krankenhaus und mehr Zuzahlungen: Die private Krankenversicherung lockt mit vielen Vorteilen. Doch im Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung steigen die Beiträge im Alter unabhängig vom Einkommen. Für wen lohnt sich also die private Krankenversicherung und kann jeder Privatpatient werden? Wir klären auf.

Das deutsche Gesundheitssystem teilt sich in zwei Versicherungssysteme: Die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Anders als in der gesetzlichen Versicherung ist es Privatversicherten erlaubt, ihre Absicherung selbst zu gestalten. Dafür darf allerdings nicht jeder privat versichert sein. In Deutschland sind übrigens nur 10% aller Versicherten in der privaten Krankenversicherung.

Beamte, Selbstständige und gut verdienende Angestellte sind die klassischen Kunden einer privaten Krankenversicherung. Während sich Selbstständige und Angestellte entscheiden können, ob sie sich gesetzlich oder privat krankenversichern, stehen Beamte nicht vor dieser Entscheidung. Für sie ist die private Krankenversicherung immer günstiger – auch mit höheren Beiträgen im Alter. Grund dafür ist die Beihilfe, die Beamte bekommen und die sich im Alter sogar erhöht.

Auch hauptberuflich Selbstständige können unabhängig von ihrem Einkommen in die private Krankenversicherung wechseln. Sie müssen ihre Beiträge allerdings komplett selbst zahlen, da sie keinen Arbeitgeber haben, der die Hälfte übernimmt.

Unser Tipp für Selbstständige und Freiberufler: Vereinbare ein Krankentagegeld mit der privaten Krankenversicherung oder schließ eine Zusatzversicherung ab! Denn wenn du einmal länger krankheitsbedingt ausfallen solltest, brechen deine Einnahmen komplett weg. Mit dem Krankentagegeld kann diese Lücke gut überbrückt werden.


Ein weiterer wichtiger Unterschied zur gesetzlichen Krankenversicherung: Kinder und Ehepartner ohne Einkommen können in der privaten Krankenversicherung nicht kostenlos mitversichert werden. Rechnungen müssen Privatpatienten übrigens erst einmal vorstrecken und bekommen sie anschließend von der Krankenversicherung erstattet. Dafür werden die Kosten von verschreibungspflichtigen Medikamenten für Privatpatienten komplett erstattet. 

Angestellte können sich nur privat versichern, wenn ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Für das Jahr 2022 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei einem Gehalt ab 64.350 Euro brutto pro Jahr.

Übrigens: Studenten können sich schon vor Beginn des Studiums von der Versicherungspflicht bei der gesetzlichen Krankenversicherung befreien und sich privat versichern lassen. Das lohnt sich besonders für Studenten, die nicht mehr über die Familienversicherung versichert sein können.

Individuelle Faktoren entscheiden die monatlichen Beiträge

In der gesetzlichen Krankenversicherung richtet sich die Höhe des Beitrags für die Krankenkasse nach dem Einkommen – in der privaten Krankenversicherung spielt das Einkommen des Versicherten keine Rolle. Wichtige Faktoren sind unter anderem das Alter, mögliche Vorerkrankungen, die gewünschten Leistungen, die Berufsgruppe und die Höhe der Selbstbeteiligung. 

Wenn du schon Vorerkrankungen hast, kann es schwierig werden, in die private Krankenversicherung zu kommen, denn die privaten Krankenkassen dürfen Kunden ablehnen, Zuschläge erheben oder auch bestimmte Krankheiten vom Versicherungsschutz ausschließen, wenn ihnen das Risiko zu hoch ist. Deshalb gibt es vor der Aufnahme in die private Krankenkasse eine Gesundheitsprüfung, durch die sich die Versicherung ein Bild über deinen Gesundheitszustand macht. Bei Falschangaben oder verschwiegenen Krankheiten kann die Krankenkasse im Nachhinein vom Vertrag zurücktreten und auch bisher geleistete Erstattungen zurückfordern.

Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung

Ein Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung kann viele Gründe haben, ist aber nicht so einfach möglich. Hintergrund ist, dass der Gesetzgeber verhindern möchte, dass besser Verdienende zunächst die Vorteile einer privaten Krankenversicherung mitnehmen und dann im Alter zurück in die gesetzliche Krankenversicherung wechseln, weil die Beiträge in der privaten Krankenversicherung zu teuer werden. Eine Rückkehr ist also nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich; dazu gehört beispielsweise das Beziehen von Arbeitslosengeld.

Großes Angebot, große Unterschiede

Die Auswahl an privaten Krankenversicherungen ist sehr groß: Über 40 Krankenkassen bieten hunderte Tarife an – für eine Vorauswahl ist es daher empfehlenswert zunächst mit einem Experten zu sprechen. Dieser kennt die Angebote schon gut und kann sie optimal auf deine persönlichen Bedürfnisse zuschneiden.

Da bei der privaten Krankenversicherung sehr individuelle Faktoren entscheidend sind, ist ein individuelles und persönliches Beratungsgespräch essenziell vor Abschluss einer privaten Krankenversicherung. Nur so findest du den Versicherungsschutz, der am besten zu dir passt!

Der Ablauf bei Vers-Kompass

1. Kostenloses Erstgespräch

Du vereinbarst mit uns online einen Termin für ein kostenfreies Erstgespräch, in dem wir uns näher kennen lernen.

2. Aufarbeitung deiner Situation

Gemeinsam arbeiten wir deine Gesundheitshistorie, sowie berufliche Situation auf, um den bestmöglichen Versicherungsschutz für dich zu finden.

3. Ausgestaltung deiner privaten Krankenversicherung

Am Ende gestalten wir deine private Krankenversicherung aus und du bekommst eine Übersicht der besten Anbieter inklusive unserer persönlichen Empfehlung.

FAQ – Alles Wichtige zur privaten Krankenversicherung

Sicherlich hast du noch offene Fragen dazu, wie eine private Krankenversicherung überhaupt funktioniert. Hier haben wir die häufigsten Fragen und Antworten für dich zusammengefasst.

Wie viel eine private Krankenversicherung kostet, richtet sich nicht nur nach dem Anbieter und den Leistungen. Auch das Alter, die Gesundheit und die Berufsgruppe sind wichtig: Während Beamte und Angestellte von Zuschüssen profitieren, müssen Selbstständige mit höheren Kosten rechnen. Unter Umständen kann die private Krankenversicherung trotzdem günstiger sein als die gesetzliche Krankenversicherung. 

 

Um ein Angebot zu finden, das optimal zu dir und deinen Bedürfnissen passt, solltest du dich am besten individuell beraten lassen. Mach einfach einen Termin mit unseren Experten aus und lass dich kostenlos beraten – es lohnt sich!

Grundsätzlich können sich Beamte, hauptberuflich Selbstständige und Freiberufler, sowie Studenten und Angestellte mit einem Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze.

Da der monatliche Beitrag in einer privaten Krankenversicherung nicht mit dem Einkommen steigt oder fällt, solltest du dich als Angestellter nur privat versichern, wenn du auch dauerhaft über der Versicherungspflichtgrenze verdienst.

Angestellte können sich nur privat versichern, wenn ihr Einkommen die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Für das Jahr 2022 liegt die Versicherungspflichtgrenze bei einem Gehalt ab 64.350 Euro brutto pro Jahr.

Insbesondere sehr gut verdienende Angestellte sollten den Wechseln in die private Krankenversicherung prüfen lassen, da sie meist Kosten sparen können und gleichzeitig bessere Leistungen erhalten. Mit einem kostenlosen Beratungsgespräch mit einem unserer Experten findest du heraus, welcher Tarif am besten zu dir passt!

Gerade in jüngeren Jahren sind die Beiträge in der privaten Krankenversicherung meist günstiger als in der gesetzlichen, außerdem hat man frei wählbare, individuelle Leistungen. Auch das Vorurteil, dass Privatversicherte schneller Termine bei Fachärzten erhalten, stimmt. Zudem sind viele zusätzliche Leistungen möglich, die bei der gesetzlichen Krankenversicherung eher nicht übernommen werden: Alternative Heilverfahren, Chefarztbehandlungen und Zahnersatz. Privatpatienten profitieren zudem meist unmittelbar vom medizinisch-technischen Fortschritt und werden mit modernsten Methoden behandelt.

Wer nicht verbeamtet ist, sollte sich gut beraten lassen, bevor er in die private Krankenversicherung wechselt, denn hier muss viel beachtet werden. 

 

Ein möglicher Nachteil der privaten Krankenversicherung ist, dass eine Mitversicherung von Familienmitgliedern nicht möglich ist. Während die gesetzliche Krankenversicherung Mutterschutzgeld und Kinderkrankengeld zahlt, ist dies bei Privatversicherten nicht selbstverständlich inkludiert. Angestellte, die vorhaben eine Familie zu gründen, sollten die Vor- und Nachteile der privaten Krankenversicherung am besten mit einem Experten besprechen, um hier das Beste für sich rauszuholen.

Die Auswahl an Tarifen der privaten Krankenversicherungen ist sehr groß und für Laien unüberschaubar. Mit einer kostenlosen Beratung von einem Experten erhältst du einen besseren Überblick über die Angebote der verschiedenen Versicherungen und kannst deine ganz persönlichen Fragen stellen.

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